{"id":61,"date":"2020-04-12T20:55:20","date_gmt":"2020-04-12T20:55:20","guid":{"rendered":"http:\/\/trailtooceans.de\/?p=61"},"modified":"2020-04-13T08:30:00","modified_gmt":"2020-04-13T08:30:00","slug":"der-durch-den-wald-tanzt-south-dakota-usa-2011","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/trailtooceans.de\/?p=61","title":{"rendered":"Im Land der Lakota (South Dakota, USA 2011)"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/125.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-62\" srcset=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/125.jpg 640w, http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/125-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aufstieg zum Pr\u00e4sidenten <\/h2>\n\n\n\n<p>Kaum eine Gegend vermiss ich so sehr auf der Welt wie die Black Hills und kaum eine erscheint mir unerreichbarer zu sein. Ist eigentlich Quatsch, denn sie liegen ja nicht in Alaska, sondern im mittleren Westen. Trotzdem hat mich die Fahrt dahin mit dem Bus von Chicago aus fast den letzten Nerv gekostet. 23 Stunden Fahrt durchs \u00d6dland, enge Sitze, Beef Jerkey zum Kauen und drau\u00dfen nur den ganzen Tag das braune Gras der Great Plains zum anglotzen. Damals konnte man sich noch keine Playlists oder Serien aufs Handy laden, jedenfalls nicht auf meins. Als sich am Horizont die H\u00fcgel als graue Schatten zeichneten,  lie\u00df ich mich erleichtert fallen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/102-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-71\" srcset=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/102-1-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/102-1-300x225.jpg 300w, http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/102-1-768x576.jpg 768w, http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/102-1-1536x1152.jpg 1536w, http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/102-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie in  &#8222;Der mit dem Wolf tanzt&#8220; zu sehen, sind die Hills wirklich das heilige Land der Lakota-Sioux, aber dann wurden George, Thomas, Theodore und Abraham 1941 in den heiligen Berg dieses Stammes gemei\u00dfelt. Die Streitigkeiten um Gebietsanspr\u00fcche halten an und reichen von Gerichtsverhandlungen zu Besetzungen des Monuments hin zum Versuch, ein eigenes Monument zu erschaffen, den reitenden H\u00e4uptling &#8222;Crazy Horse&#8220; (und auch dieser Bau ist A umstritten und wird B fr\u00fchestens im 22. Jahrhundert fertig). <\/p>\n\n\n\n<p>Mount Rushmore und die Erinnerung an Wild Bill Hickok und seinen Wilden Westen haben aus den Black Hills einen Themenpark gemacht. Die Dampfeisenbahn h\u00f6rt man im ganzen Tal hupen und schnauben, auf der Main Street und in den Saloons wird mit Platzpatronen geballert und Familien mit Kleinkindern schieben sich durch alte Goldstollen ohne R\u00fccksicht darauf, dass Kinder  darin leicht Angst bekommen und anfangen, zu weinen. <\/p>\n\n\n\n<p>Und trotz des Disneyland-Flairs  haben die Hills einen festen Platz in meinem Herzen.  Es ist die frische Luft, die einem tief in die Lunge geht, sobald man aus dem Dorf raus in die Nadelw\u00e4lder tritt. Es ist der Hirsch, der mir auf dem R\u00fcckweg vom Rushmore aus dem hohen Gras direkt vor die F\u00fc\u00dfe sprang. Es sind die glasklaren B\u00e4che, aus denen man trinken kann und der blaue Sylvann Lake, so idyllisch unter einer Felswand gelegen, dass ich beim Umrunden anfing, die Melodie von Winnetou zu pfeifen. Schlussendlich sind es die Kletterfelsen und Berge wie der Black Elk Peak (h\u00f6chster Berg \u00f6stlich der Rockys), von dem aus man angeblich in jeder Richtung einen anderen Bundesstaat sehen kann. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/011-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-72\" srcset=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/011-1.jpg 640w, http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/011-1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Sylvan Lake <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn man durch die W\u00e4lder streift, nur ein paar 100 Meter weg von Westernstadt und Badesee, scheint alles andere unwichtig zu werden. Nur der Felsen da hinten wird interessant, vielleicht kann ich von da oben besser sehen. Obs dort Pumas gibt? Nur ein paar Kilometer durch den Custer State Park, die Flasche am Bach gef\u00fcllt und es ging \u00fcber ein paar Treppen auf das Plateu des B.E. Peak, wo einem alle Hills zu F\u00fc\u00dfen liegen und man im Osten wieder bis zu den Great Plains blicken kann. Es war keine rekordverd\u00e4chtige Bergwanderung, aber zwischen diesem strahlend blauen Himmel und dem schwarzgr\u00fcn der W\u00e4lder unter mir atmen zu k\u00f6nnen, z\u00e4hlt f\u00fcr mich zu den sch\u00f6nsten Momenten meiner USA-Reise. Rasch hatte ich die Zeit vergessen und war pl\u00f6tzlich der letzte, der heute vom Peak abstieg. Der Weg zur\u00fcck durch den Wald war lang, verdunkelte sich bald und ich musste mich sputen, um mit dem letzten Licht wieder am Sylvan Lake zu sein. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"480\" src=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/036.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-74\" srcset=\"http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/036.jpg 640w, http:\/\/trailtooceans.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/036-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Melancholischer Abstieg vom Black Elk Peak (damals noch Harney Peak). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich und die Hills, das war eine zu kurze Geschichte. Viel zu schnell nach 4 Tagen ging damals im hei\u00dfen Juli 2011 die Reise weiter Richtung Colorado und die Rocky Mountains. Ob ich dahin zur\u00fcckkomme? Unwahrscheinlich, aber sch\u00f6n w\u00e4rs. Es gibt noch so viel mehr dort zu entdecken. Die Badlands. Die Windy Cave. Bisons. Ich hab sie kaum gekannt und krieg sie doch nie wieder aus dem Kopf&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufstieg zum Pr\u00e4sidenten Kaum eine Gegend vermiss ich so sehr auf der Welt wie die Black Hills und kaum eine erscheint mir unerreichbarer zu sein. Ist eigentlich Quatsch, denn sie liegen ja nicht in Alaska, sondern im mittleren Westen. Trotzdem hat mich die Fahrt dahin mit dem Bus von Chicago aus fast den letzten Nerv &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/trailtooceans.de\/?p=61\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eIm Land der Lakota (South Dakota, USA 2011)\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[9,17,10,11,13,14,12,15,6,8,7,16],"class_list":["post-61","post","type-post","status-publish","format-image","hentry","category-reise-erinnerungen","tag-backpacking","tag-black-hills","tag-coasttocoast","tag-greyhound-bus","tag-mount-rushmore","tag-national-monument","tag-south-dakota","tag-sunset","tag-travelling","tag-trip","tag-usa","tag-wildwest","post_format-post-format-image"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=61"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":78,"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/61\/revisions\/78"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=61"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=61"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/trailtooceans.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=61"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}