
Forum Romanum (Rom 2012)


Tiere, Städte, Alleinreisen





Ich hab übers verlängerte Wochenende spontan eine neue Seite erstellt: Unter „Meine Reise-Chronik“ gibt es einen Überblick über alle Expeditionen, die ich seit 2008 unternommen hab. Dabei stehen die großen Reisen im Fokus, Städtetrips nach Rom oder Barcelona letztes Jahr gehören erstmal nicht dazu. Jeder Eintrag besteht aus zwei Bildern und einer Kurzbeschreibung.
Natürlich hoffe ich, dass da bald noch viele neue Einträge zu kommen. Bevor alles im Chaos versank, hab ich viele Ideen gehabt, auf drei, vier, nein, auf allen Kontinenten und ich hoffe, dass ich spätestens nächstes Jahr wieder ein paar meiner Ziele ansteuern kann und vielleicht sehn wir uns dann in den Anden, am Kap oder im Auenland 😉


Außerhalb des Amboseli-Nationalparks in Kenia besichtigte meine kleine Gruppe am zweiten Tag unserer Safari ein Massaidorf. Der Volksstamm hat sich das gute Recht erkämpft, dass man sie nicht einfach fotografieren darf, aber der organisierte Besuch im Dorf brachte eine Sondergenehmigung mit sich. Man hat uns an dem Nachmittag einen sehr freundlichen Empfang bereitet, von dem dieser Sprungtanz am Tor nur der Beginn war. Später wurde traditionell Feuer gemacht, eine Hütte besichtigt und die Schulkinder „überfielen“ uns mit einem Ständchen. Am meisten im Gedächtnis geblieben ist mir aber der Abschied, als unser Guide Oshashunu schüchtern fragte, wie es sich anfühlt in einem Flugzeug zu sitzen. Wie könnte man sich denn bewegen, in etwas, das so schnell unterwegs ist? Wir haben uns bemüht, es ihm zu erklären, ich weiß nicht, ob es ihm genügte. Aber er (links auf dem Foto unten) hat uns so viel über das Leben im Busch und die Wirkung von heilenden Kauhölzern erzählt, das es nur fair war, Wissen zurückzugeben.



Als ich am Bamburi Beach in Kenia zum allerersten Mal die Flasche anlegte und mich von der Oberfläche runter zum Riff sinken ließ, erwartete mich eine der prägendsten Erfahrungen überhaupt. Hatte ich nur einen Tag vorher gedacht, mich mit Schnorcheln zu begnügen, schwebte ich jetzt ruhig zwischen den schönsten tropischen Fischen und Korallen. Leuchtend rote Seesterne, schwarzblaue Seeigel, eine Muräne in ihrer Höhle und dieser Feuerfisch/Löwenfisch/Skorpionsfisch/Drachenkopfartige kamen mir fast zu nah. Feuerfische nutzen ihre Giftstacheln nur zur Verteidigung, nicht zum Angriff. Entgegen weit verbreiteter Annahmen ist das Gift nicht stark genug, einen Menschen zu töten. Es sollte hiernach noch 4 Jahre dauern, bis ich meine Tauchlizenz machen sollte. Aber das erste Mal vergisst du auch in diesem Fall nie.

